So findet man den günstigsten Preis
Nachdem ich verschiedene Quellen für den Softwarekauf vorgestellt habe möchte ich jetzt zeigen, wie man unter den ganzen Händlern schnell die günstigsten Angebote findet. Ich werde das exemplarisch an der aktuellen Version von Microsoft Office (2007 Home & Student) zeigen.
Offizielle Webseite
Als Erstes sollte man die offizielle Webseite bzw. den Online-Shop des Herstellers aufsuchen. Dort findet man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht den günstigsten Preis, dafür sieht man aber die UVP Preisempfehlung und kann sich schon mal ein Bild machen.
In unserem Beispiel besuche ich also die offizielle Webseite von Microsoft und klicke mich zum Online-Shop für Microsoft Office durch. Dort sehe ich, dass das Programm zum Weihnachtsverkauf reduziert wurde und €101,47 kostet.
Amazon
Im nächsten Schritt schaue ich mir einfach den Preis auf amazon.de an. Das hat zwei Gründe: Das Online-Versandhaus hat in der Regel recht günstige Preise und man bezahlt außerdem keine Versandkosten. Oft gibt es noch andere Händler, die Software noch ein paar Euro günstiger anbieten. Im Normalfall bezahlt man dort aber noch Versandkosten von bis zu €8 und damit letztendlich doch mehr.
Ich suche also bei Amazon nach der gewünschten Office-Version und finde hier den Preis von €78,95. Das sind schon mal fast €25 weniger als ich bei Microsoft bezahlt hätte.
Softwareload
Danach schaue ich mir immer die Preise bei einem Download-Portal an. Für deutschsprachige Software nehme ich dafür in der Regel softwareload.de, jedes andere Downloadportal geht natürlich auch.
Das Office-Paket kostet als CD-Version auf Softwareload €79,90, ist also teuer als bei Amazon. Allerdings gibt es auch eine reine Download-Version. Und die kostet nur €74,90. Das wären noch mal €4 weniger. Dafür habe ich zwar keine CD, aber ich kann mir die Software nach dem Download ja auf eine DVD brennen und dann macht das keinen Unterschied. Das Handbuch lese ich sowieso nicht und die Verpackung landet auch direkt im Mülleimer.
Preisvergleichs-Dienste
Vor dem Kauf schaue ich mir auch noch die Preise für die Software bei einer Preis-Suchmaschine an. Ich nehme dafür meistens billiger.de, jede andere ist aber genau so gut. Man findet zwar selten ein günstigeres Angebot, aber die Suche dauert nur wenige Sekunden und die sind es mir dann wert.
Ich suche also auf billiger.de nach der Office-Version. Der günstigste Preis den ich hier finde beträgt allerdings €79,26 und liegt damit über dem Preis von Softwareload.
Ebay
Eine letzte Station habe ich noch: Ebay. Ich kaufe prinzipiell keine gebrauchte Software, aber auf Ebay verkaufen auch viele Händler zu günstigen Preisen.
In unserem Beispiel finde ich aber auch hier kein günstigeres Angebot als bei Softwareload.
Fazit
In diesem Fall war die Download-Version auf softwareload.de die günstigste Alternative, die ich finden konnte. Wer lieber eine richtige CD kauft, ist bei Amazon sehr oft gut beraten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man ohne Gutscheine oder besondere Rabatt-Aktionen nur ganz selten gegenüber dem Amazon-Preis eine relevante Summe sparen kann.
Aber halt:
Zum Schluss gibt es aber noch ein "Aber", denn manchmal geht es doch noch günstiger:
Studenten, Schüler und Lehrer
Zunächst mal gibt es für Studenten und Schüler von den meisten größeren Softwareherstellern Rabatte oder vergünstigste Konditionen in anderer Form. Wer also Schüler, Student, Lehrer oder Zivi ist, sollte vor größeren Ausgaben auf jeden Fall sicherstellen, dass es nicht eine Studentenversion gibt. Das Portal educheck.de ist dafür beispielsweise eine gute Anlaufstelle. Microsoft Office gibt es sogar in der Ultimate Version für Studenten für nur €52.
Gutscheine und Rabatte
Wer nicht zu diesem Personenkreis gehört, hat immer noch die Chance, nach Rabattaktionen oder Gutscheinen zu suchen. Einfach mal eine Suchmaschine bemühen und nach Gutscheinen suchen. Ich habe zum Beispiel vor kurzem einige Gutscheine für Softwareload vergeben. Damit hätte ich die Office-Version noch mal €10 günstiger bekommen.
Und dann?
Wer nicht das Glück hat einen Gutschein zu finden, kommt wohl nicht um den Kauf der normalen, unermäßigten Version herum...Oder? Jein. Zunächst bieten viele Anbieter kostenlose Testversionen, in der Regel über 30 oder 60 Tage an. Was das bringt? Man muss das Geld erst in einem oder zwei Monaten bezahlen. Im Bankwesen nennt man das Kredit oder Ratenzahlung - in diesem Fall aber völlig ohne Zinsen. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Software richtig zu testen, bevor man Geld dafür ausgibt und es dann hinterher vielleicht bereut. Microsoft Office kann man auch 60 Tage testen. Mit der richtigen Betrachtungsweise sind das dann 2 Raten zu je etwas mehr als €35
Außerdem gibt es auch oft Beta-Versionen von kommender Software. Diese Beta-Versionen sind kostenlos und haben normalerweise schon den kompletten Funktionsumfang der Software. Natürlich kann es da noch kleinere Fehler geben, es gibt keinen Support und wenn die Software den ganzen PC zerstören sollte, haftet niemand. Das kommt aber bei seriösen Softwareherstellern nicht vor. Beta-Versionen laufen, wenn überhaupt, meistens erst nach 6 oder 12 Monaten ab. Man bekommt also unter Umständen bis zu einem Jahr kostenlos eine Software. Auch im Falle von Office gibt es diese Möglichkeit.
Noch günstiger kommt man weg, wenn man sich nicht auf eine konkrete Software beschränkt. Hier gibt es zwei Alternativen:
Inzwischen gibt es für fast alles vollwertige Freeware-Alternativen. Statt der teuren Photoshop-Software von Adobe tut es auch das kostenlose Open-Source-Programm "GIMP" und statt Microsoft Office kann man auch OpenOffice verwenden und zahlt dann gar nichts.
Wer nicht auf kostenfreie Software umsteigen möchte, aber trotzdem flexibel in der konkreten "Ausgabe" ist, kann sich oft mit Testversionen über Wasser halten. Insbesondere bei Sicherheits-Software wie Firewalls bietet jeder namenhafte Hersteller Testversionen von mindestens 30 Tagen an. Mit ein paar Tipps von sparversion.com findet man schnell auch Versionen für 60 Tage. Diese installiert man einfach, benutzt sie 60 Tage und deinstalliert sie danach einfach. Dann sucht man sich eine neue 60-Tage-Version eines anderen Herstellers, installiert diese und nutzt die dann die nächsten 60 Tage.
Wer in der Wahl der Software etwas flexibel bleibt kann mit dieser Methode völlig legal und ohne einen Cent zu bezahlen vollwertige und professionelle Sicherheits-Software nutzen. Und die 10 Minuten Aufwand alle 2 Monate sind die bis zu €80 Ersparnis pro Jahr auf jeden Fall wert.
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