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21Nov/090

Günstige Bezugsquellen für Software


Leider gibt es nicht immer irgendwo eine kostenlose Alternative für Software oder die Möglichkeit, sich mit Trailversionen über Wasser zu halten. Also muss man bestimmte Software eben doch kaufen. Es stellt sich nur die Frage: Wo kauft man am besten und vor allem am günstigen Software ein? Ich möchte hier einige Bezugsquellen vorstellen. Einen exemplarischen Preisvergleich gibt es weiter unten:

1. Der Laden um die Ecke

Der Klassiker: Natürlich kann man Software im nächstbesten Laden kaufen. Ob es eine Buchhandlung ist, ein Elektronik-Discounter oder ein richtiges Software-Geschäft, ist dabei recht egal. Das hat natürlich den Vorteil, dass man in Ruhe in den Laden gehen kann, sich eventuell auch beraten lässt (wobei ich mal behaupte, dass die meisten Verkäufer in solchen Geschäften eher keine Hilfe sind) und die Software dann direkt mitnehmen kann und nicht auf irgendwelche Versandzeiten oder so warten muss. Das ganze hat aber auch zwei entscheidende Nachteile: Der Laden kann so groß sein, wie er will. Man wird dort niemals alle Programme finden, die es gibt. Wenn man nach einer Kopie von Windows 7 sucht mag das vielleicht egal sein, wenn man die neue Firewall von McAfee kaufen will, kann es aber auch schon mal passieren, dass die nicht vorrätig ist.

Dazu kommt, und das ist der Grund, aus dem ich grundsätzlich nicht empfehle, Software irgendwo im nächsten Buchladen oder bei einem der großen Multimedia-Discounter zu kaufen, dass die Preise oft relativ hoch sind. In der Regel sind die Preise einige Euro höher als die UVP der Hersteller und in der Regel gibt es auf jeden Fall deutlich günstigere Quellen.

2. Im Internet

Es gibt verschiedene mögliche Bezugsquellen für Software im Internet. Die Hersteller der Software haben in der Regel einen eigenen Online-Shop, es gibt Internet-Versandhäuser, die Software vertreiben, es gibt Download-Portale und Auktionshäuser, bei denen man gebrauchte Software erstehen kann. Die unterschiede möchte ich im Folgenden vorstellen. Nur noch einige allgemeine Bemerkungen vorweg:

Oft wird sowohl die "normale" Software als CD in einer Papierbox angeboten, oft hat man aber auch die Wahl, die Software als Download-Version zu kaufen. Kauft man die Software auf CD, hat das den Vorteil, dass man normalerweise ein Handbuch aus Papier mitgeliefert bekommt und die CD wirklich in der Hand hat. Es besteht nicht die Gefahr, dass man bei Neuinstallation der Software den CD-Key nicht mehr findet oder die Datei nicht mehr neu heruntergeladen werden kann.

Dafür hat die klassische CD-Ausführung auch einige Nachteilen: Der offensichtlichste Nachteil ist, dass es einige Tage dauert, bis die Software da ist - die Downloadversion ist im Normalfall direkt nach der Bestellung zum Download freigeschaltet - man hat die Software also nach wenigen Minuten auf dem Rechner. Dazu kommt, dass man für die CD-Versionen der Software normalerweise mehr bezahlt. Grund dafür ist ganz einfach, dass für Downloadversionen kein Handbuch gedruckt werden muss und auch keine Kosten für die Verpackung entstehen.

Die Versandkosten für die Software-CD muss der Käufer in der Regel auch selbst tragen und das kann je nach Standort der Firma (viele haben keinen Standort in Deutschland) sehr teuer werden. Aus finanziellen Gesichtspunkten ist die Download-Version daher meiner Meinung nach auf jeden Fall vorzuziehen. In der Regel bekommt man damit keine Probleme. Wer ganz sicher gehen will, der brennt die heruntergeladenen Dateien einfach auf CD, schreibt den CD-Key drauf, dann kann eigentlich nicht viel passieren.

Kommen wir zu den verschiedenen Bezugsquellen:

Online-Shop des Herstellers

Die meisten Software-Hersteller verkaufen ihre Software in einem eigenen Online-Shop. Die Preise entsprechen hier in der Regel der unverbindlichen Preisempfehlung. Grundsätzlich falsch machen kann man hierbei nichts. Es gibt allerdings oft noch die Möglichkeit, einige Euro günstiger an die Software zu kommen. Sollte sich allerdings herausstellen, dass der Hersteller (mit) der günstigste Anbieter ist, würde ich empfehlen, direkt beim Entwickler zu kaufen, dann ist die Chance, dass irgendwas nicht klappen sollte am geringsten.

Online-Versandhäuser

Viele (Online-)Versandhändler verkaufen neben Büchern, Hardware oder Haushaltsartikeln auch Software. Die Preisspanne zwischen den einzelnen Anbietern kann hier deutlich schwanken, deswegen lohnt es sich, genau zu vergleichen. Auch hier gilt wieder, dass oft Download-Versionen angeboten werden, die in der Regel einige Euro günstiger sind. Wenn Sie keine Download-Version kaufen (möchten), dann achten Sie unbedingt auch auf die Versandkosten. Ein seriöses Versandhaus versendet ab einem gewissen Kaufpreis kostenlos (Amazon verschickt beispielsweise ab €20 Einkaufspreis kostenfrei).

Download-Portale

Inzwischen haben sich auch einige reine Download-Portale etabliert, die Software nur zum Download anbieten. Oft ist auch hier der Preis einige Euro unter der UVP und teilweise auch noch günstiger, als die CD-Version im Online-Versand. Auf jeden Fall einen Blick wert.

Online-Auktionshäuser

Viele Verkäufer bieten Software auch in Online-Auktionshäusern, beispielsweise Ebay an. Auch hier findet man auf recht günstige Preise. Wichtig ist hier, dass man darauf achtet, dass es sich wirklich um neue und am besten auch originalverpackte Software handelt.

Ich rate stark vom Kauf gebrauchter Software ab. Man kann nie genau wissen, ob die Software beim Verkäufer nicht noch auf dem Computer installiert und die Seriennnummer der Software (auf die es ja letztendlich ankommt) noch in Benutzung ist.

Preisvergleich

Werden wir etwas konkreter. Ich habe exemplarisch mal die Preise für drei verschiedene Programme verglichen:

1. Windows 7 Home Premium 32/64-bit Vollversion

Das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft ist sehr beliebt und ich habe mich mal umgesehen, wie teuer es so ist. Die UVP des Herstellers liegt bei €199,99.

Zunächst habe ich mir den "Microsoft Store" angeschaut. Das ist der hauseigene Vertriebsweg von Microsoft. Dort kostet die Windows 7-Version €199,99. Der Preis entspricht damit erwartungsgemäß der UVP. Schauen wir mal in einigen Online-Shops:

otto.de verkauft auch Windows 7. Auch hier liegt der Preis bei €199,99. Schon etwas anders sieht es bei amazon.de aus. Hier kostet dieselbe Version nur €108,95. Und das komplett versandkostenfrei!

Anschließend habe ich mich noch auf Ebay umgesehen und versucht, einen günstigeren Preis zu finden. Neben vielen Scheinangeboten habe ich dann tatsächlich noch ein Angebot für €99,00 gefunden. Dazu kommen dann noch €6,90 Versandkosten, macht einen Gesamtpreis von €105,90. Noch günstiger habe ich es nicht gefunden. Das ist aber immerhin schon eine Ersparnis von über €90!

2. Norton 360 3-PC-Lizenz

Das zweite Testobjekt soll die Sicherheitssoftware aus dem Hause Symantec sein. Die UVP und auch der Preis im Download-Shop des Herstellers liegt bei €69,99 - zumindest für die Download-Version. Im Symantec Online-Shop bezahlt man noch mal €7,81 Versandkosten. Das ist für mich überhaupt nicht akzeptabel, deswegen schaue ich weiter:

Zuerst mal einen Hammer: Auf eeltbild.de habe ich die Software für €74,99 zzgl. Versandkosten gefunden. So viel kostet die dann auch bei denen im Laden, deswegen: vor Käufen in irgendwelchen Geschäften immer erst online vergleichen!

Auf amazon.de gibt es die Software dann immerhin schon für €59,95. Da man dazu keine Versandkosten bezahlt sind das schon mal mehr als €15 weniger. Schauen wir uns mal ein Download-Portal an. Auf softwareload.de kostet die Software nur €39,90. Das sind satte €30 weniger, als die UVP. Es geht aber noch besser. Im Online-Shop von T-Online habe ich die Software dann für €34,9o gefunden. Auch hier zahlt man keinen Versand. So spart man gegenüber der UVP ganze €35.

3. Nero 9 Reloaded

Der letzte Kandidat ist Nero 9 Reloaded. Der Hersteller will dafür €59,99 für die Download-Version und noch mal €10 mehr für die CD-Ausführung zzgl. Versand. Gehe wir die bekannten Anlaufstellen noch mal durch. Softwareload.de verlangt auch €59,99 für die Download-Version. Auf amazon.de kostet das Programm €49,95.

Ein günstigeres Angebot konnte ich (unter Berücksichtigung der Versandkosten) nicht finden. Auch hier spart man gegenüber dem Herstellerpreis €20.

Fazit

Man sieht, wie stark die Preise schwanken. Deswegen lohnt sich Vergleichen auf jeden Fall, teilweise spart man so bis zu 50%. Wie man am einfachsten den günstigsten Preis ermitteln kann, werde ich dann im Laufe der kommenden Tage noch mal genauer erläutern.

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